Warum wir CO₂-Emissionen bilanzieren

CO₂-Bilanzierung bei einem kleinem Dienstleistungsunternehmen

Üblicherweise denkt man bei einer CO₂-Bilanz zunächst an produzierende Betriebe oder energieintensive Industrien. Für uns als Dienstleistungsunternehmen stellt sich daher schnell die Frage, ob dieser Aufwand wirklich notwendig ist. Unsere Antwort darauf ist ein klares: Ja.

Auch vor der Bilanzierung haben wir bereits versucht, uns möglichst bewusst zu verhalten: Wir setzten z.B. verschiedene Reduktionsmaßnahmen um. Ein Beispiel hierfür ist unsere No-Flight-Policy für Inlandsreisen. Zum anderen haben wir stetig Kompensationsprojekte unterstützt, um darüber hinaus Emissionen auszugleichen. Trotzdem fehlt sowohl der Reduktion als auch der Kompensation ohne die Bilanzierung eine datengetriebene Grundlage, die die Bilanzierung nun bietet.

Darüber hinaus spielt der aktuell laufende Prozess unserer B-Corp-Zertifizierung eine wichtige Rolle, bei der die Bilanzierung von Emissionen einen zentralen Aspekt bei der Bewertung nachhaltiger Unternehmensführung darstellt. Bei der Planung und Durchführung unserer Bilanzierung unterstützte uns Professor Andreas Luczak, Professor für Nachhaltige Energietechnologien an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Kiel, der seine umfassende Expertise in diesem Bereich einbringt.

 
 

Systematisierung unserer Bemühungen durch Bilanzierung

Um unsere bisherigen Aktivitäten weiterzuentwickeln, haben wir uns entschieden, diese nun durch eine CO₂-Bilanzierung gezielt und umfassend zu systematisieren. Im Kern verfolgen wir dabei drei Ziele:

1. Klarheit gewinnen:

Wir möchten nachvollziehbar aufzeigen, in welchen Bereichen und in welcher Höhe Emissionen anfallen.

2. Gezielt reduzieren:

Basierend auf den Erkenntnissen sollen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Durch die Bilanzierung kann man feststellen, in welchen Bereichen unser Handlungsspielraum oder der Effekt auf die Emissionen begrenzt ist und in welchen Bereichen sich Maßnahmen besonders lohnen.

3. Verbindlichkeit herstellen:

Indem wir konkrete Ziele und Zeitpläne definieren, bleibt unser Engagement für eine nachhaltige Entwicklung überprüfbar. Dies gilt ebenso für die Kompensation verbleibender Emissionen.

Unsere erste Bilanz für 2023 und die daraus folgenden Ziele:

Für das Jahr 2023 haben wir nun eine vollständige CO₂-Bilanzierung erstellt, die uns wertvolle Einblicke in unsere Emissionsquellen liefert. Auf dieser Basis können wir gezielt weitere Maßnahmen ableiten, um künftig noch effizienter zu reduzieren und zu kompensieren. Transparenz ist uns dabei besonders wichtig, da sie den Austausch mit anderen Organisationen, unseren Kund:innen sowie der Öffentlichkeit fördert. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, unsere Ergebnisse, Methodik und Schlussfolgerungen offenzulegen:

Außerden ergeben sich hieraus unsere Ziele für die nächsten Jahre:

Jährliche Reduktion: Wir setzen uns das Ziel, jedes Jahr 10 % weniger Gesamtemissionen zu verursachen.

Kompensation: Zusätzlich werden wir jedes Jahr alle Emissionen aus Scope 1 und Scope 2 kompensieren, was wir für 2023 bereits getan haben

Aktuell sind wir dabei die Bilanzierung für das Jahr 2024 zu erstellen und sind gespannt auf die Ergebnisse

Julia Horn Joya